Contrada Coste

von Francesco Morabito

Fläche: 6 Hektar

Produkte: Mandarinen, Süßkartoffeln, Avocados, Gemüse, Butternusskürbis

Projekte: Ko-Produktionen Avocados 2017, Partizipative Landwirtschaftliche 2021

Übernachtungsmöglichkeit: Empfang von Freiwilligen, Reiserouten

Besonderheit: Rückgewinnung aufgegebener Flächen

 
 

Der Betrieb von Francesco Morabito befindet sich in der Gemeinde Giarre auf 200 m Höhe; er erstreckt sich über etwa 6 Hektar, wovon vier in Eigentum, einer in Pacht und einer durch eine mündliche Vereinbarung bewirtschaftet sind.

Spezialisiert auf die Produktion von Bio-Gemüse, das direkt von Haus zu Haus vertrieben wird, hat er seit 2017 die Tätigkeit auf subtropische Pflanzen ausgerichtet dank der Teilnahme am Ko-Produktionsprojekt des Konsortiums LeGallineFelici.

Francesco hat die landwirtschaftliche Tätigkeit als Erwachsener begonnen, nach der Universität, indem er Jahr für Jahr schrittweise die Familienflächen zurückgewonnen hat, die einst mit Zitronenbäumen und Weinreben bepflanzt waren. Der Direktvertrieb ermöglicht einen privilegierten Kontakt mit den Verbrauchern, Quelle der größten beruflichen Zufriedenheit.

Lesen das Zeugnis von Francesco Morabito

Zuerst verstand ich es nicht, ich war überrascht von so viel Begeisterung. Die Leute sagten mir, dass sie seit vielen Jahren nicht mehr so gutes Gemüse gegessen hätten. Für mich war es das übliche Gemüse, welches ich immer gegessen habe. Der einzige Unterschied war, dass ich es jetzt verkaufte.

Erst danach wurde mir klar, dass man sich schnell an ein geschmackloses Essen gewöhnen und natürliche Dinge vergessen kann. Aber es genügt ein Augenblick und die Erinnerungen und Empfindungen der Vergangenheit kehren zu uns zurück.

Und das, was für mich ein Zeitvertreib oder ein Moment zum Abschalten gewesen ist, wurde plötzlich zu einer Möglichkeit für die Zukunft. 2011, nach der Universität, fing ich an, Gemüsegärten anzulegen. Am Anfang weißt Du wenig und kopierst, was andere tun, aber ohne es zu verstehen. Dann verstehst Du und beginnst zu experimentieren, aber Experimente funktionieren selten. Daher kehrst Du zurück zu dem, wie es bereits vor Dir getan wurde und wie es Dir gesagt wurde. Der Hof, den ich dabei bin, wieder zum Leben zu erwecken, erstreckt sich über etwa 4 Hektar, aber es ist noch nicht wieder alles in Gang gebracht und einige Teile sind nach wie vor unbearbeitet. 
Es gab einmal Zitronen, Früchte verschiedener Sorten und Weinberge aber mit der Preiskrise geriet das, was einst ein ordentlicher und gepflegter Garten war, allmählich in einen Zustand der Vernachlässigung.

Seit ich angefangen habe, versuche ich, die verlassenen Teile Jahr für Jahr, Stück für Stück, zurückzugewinnen und wieder „Normalität“ einkehren zu lassen. Der ökologische Landbau schien mir, seit Beginn meiner Arbeit, der einzig mögliche Weg zu sein, der einzige, der über die Zeit bestehen kann, wenn man etwas weitergeben will.

Heute baue ich hauptsächlich Gemüse an, welches ich direkt zu den Leuten nach Hause liefere. Das „von Tür zu Tür“ welches mir anfangs umständlich und beschwerlich erschien, aber vielleicht der einzige Weg war, um zu beginnen – ist heute ein guter Weg für mich geworden. Der direkte Kontakt mit denjenigen, die Deine Produkte verwenden, ist etwas sehr Wertvolles und es sind die Momente dieser Begegnungen, in denen ich die größte Zufriedenheit über meine Arbeit spüre.

Ein wichtiger Wendepunkt war 2016 die Begegnung mit dem Konsortium LeGallineFelici, die mich dazu brachte, im darauffolgenden Jahr am Ko-Produktionsprojektteilzunehmen. Seit 2017 ist die Ausrichtung des Betriebs hauptsächlich auf die Anpflanzung subtropischer Pflanzen gerichtet.
Der Aufwand für die Anpflanzung der etwa 500 Avocadobäume war beträchtlich. Sehr kostspielig waren die Arbeiten zur Reinigung, Sanierung und zum Tiefpflügen der Parzelle. Ich habe die Sorten Hass (75%) und Bacon (25%) verwendet, die früher reifen und daher keine Probleme mit dem Fruchtfall durch starken Wind haben sollten.
Im Jahr 2021 ermöglichte mir eine weitere Investition dank der
Partizipative Landwirtschaftliche projekte , die Ausrüstung des Betriebs zu verbessern, weitere 1,5 Hektar zu säubern, die sonst unproduktiv gewesen wären, und die Abdeckung des Regenwasserbeckens von 1000 Kubikmetern zu erneuern.

Natürlich weiß niemand, was morgen passieren wird. Aber es scheint so, als ob die Voraussetzungen für ein kleines Wiederaufblühen vorhanden sind.

Video "Ko-Production Avocados"

foto 1-2-3-4-5-6 @Caterina Suzzi / Hans Lucas